Unsere Burschen in ihren Nationalteams

Elf unserer Burschen sind vor knapp zwei Wochen ursprünglich zu ihren Nationalteams gereist, zwölf sind heil zurückgekehrt. Wie das denn möglich ist, wer als Volksheld wiederkommt und was ein verpasstes „Stängerli“ ist, das erzähl ich euch jetzt!

Unser Daumendrücken hat ordentlich geholfen! Andi Ulmer gelang nämlich mit Österreich der Nations League-Aufstieg in die A-Gruppe. Dort sind mit England, Frankreich & Co. nur die allerbesten Teams unterwegs! Unser Kapitän war beim 2:1-Sieg gegen Nordirland und beim 1:1-Unentschieden gegen Norwegen eine verlässliche Stütze. Cican Stankovic blieb die Zuschauerrolle.

Apropos Kapitän! Max Wöber durfte die Schleife tragen – und zwar für Österreichs U21-Mannschaft. Dort kicken die talentiertesten Jungprofis der Nation. Leider erwischten die Burschen gegen die Türkei (2:3) keinen guten Tag, so blieb das abschließende 4:0 gegen Andorra, bei dem Max einen Elfmeter verwertete, ohne Wert. Die U21-EM findet somit ohne Österreich statt.

Dafür aber mit Deutschland und Mergim Berisha! Unser Stürmer durfte beim abschließenden Wales-Spiel mitwirken, der 2:1-Triumph war die Kirsche auf der erfolgreichen Qualifikations-Torte.

Und auch Noah Okafor hatte bei der U21-Auswahl Grund zur Freude, seine Schweizer werden ebenfalls dabei sein. Gegen Aserbaidschan jubelte unser Flügelflitzer über einen 2:1-Sieg, das letzte Match schmeckte ihm dann weniger gut. Dort gab’s gegen Frankreich die erste Niederlage nach neun Siegen in Folge. Bei zehn Dreiern hintereinander sprechen unsere Nachbarn gerne von einem „Stängerli“.

„Was hat Dominik Szoboszlai angestellt?“, fragt ihr euch vielleicht. Na ja, so einiges. Er schoss seine Ungarn in letzter Minute zum umjubelten Sieg gegen Island und löste damit das Ticket für die EM. Seitdem loben ihn ungarische Medien in den Himmel.

Rasmus Kristensen hatte sich wohl schon auf ein paar gemütliche Stunden vor dem Fernseher eingestellt, bis der dänische Teamchef angerufen und ihn kurzfristig ins Team geholt hat. Das war seine erste Nominierung, für einen Einsatz hat’s aber noch nicht gereicht.

Zu guter Letzt lasst uns noch auf den afrikanischen Kontinent schauen: Dort jubelten Enock Mwepu und Sekou Koita über eigene Treffer und eine Menge Punkte, auch Mo Camara und Jerome Onguene durften ihre Mannschaften würdig vertreten. Majeed Ashimeru blieb ohne Einsatz.

Ihr seht schon, mit breiter Brust gehen die meisten unserer Burschen in die nächsten Wochen, wo diese internationale Erfahrung nur Gold wert sein kann. Ich hoffe, ihr fiebert auf der Couch wieder mächtig mit!